Nadelstich

Der Volksentscheid in der Schweiz

oder: Wie europäische Politiker im Dreieck springen, wenn Demokratie ernstgenommen wird

(04. Dezember 2009) von Peter Schreiber

Am 29.11.2009 entschied die Schweiz durch eine Volksabstimmung, dass keine Minarette gebaut werden dürfen.

Als Reaktion darauf steht die islamische Welt Kopf und die europäischen proislamischen Politiker mit den dazugehörigen Massenmedien stimmten ein Wolfsgeheul an, das der üblichen Tonart entspricht.

 

Es wäre müßig, hier die Unmenge von beschimpfenden und beleidigenden Kommentaren zu beschreiben, die sofort nach der schweizer Volksabstimmung erschienen.

 

Ja so ist das. Die Scheindemokraten haben immer ein Problem mit der Demokratie. Nur nicht, wenn sie ihren Willen durchsetzen; dann ist die Demokratie wieder in Ordnung. Dann heißt es nicht "Man kann das Volk über komplexe Themen nicht abstimmen lassen".

 

Kriegen die Möchtegerndemokraten ihren Willen nicht sofort, heißt es nicht "Das Volk hat entschieden" sondern "Wir müssen noch mehr Überzeugungsarbeit leisten!".

Solche Sprüche zeigen, was diese Politiker vom Volk halten: eine knetbare Masse, die man eben solange bearbeitet, bis das Ergebnis "stimmt".

Leider fallen viele Bürger auf das Gerede von der Gleichheit rein. Das klingt dann so:

"Da müsste man ja wegen der Gleichheit auch den Bau von Synagogen verbieten (und auch von Kirchen)."

Solcher Unsinn zeigt, wie flachgeistig einige Kommentatoren sind. Denn Synagogen sind durch historisches Wachstum integraler Bestandteil unserer Gesellschaft. Jüdische Bürger sind nicht einfach "Gäste" in Europa.

Das Gerede von der Gleichheit hat ja schon erreicht, dass ein jüdischer Lehrer keine Kipa und ein christlicher kein Kreuz im Dienst tragen darf.

Im eigenen Land! Und alles wegen einer Einmischung von außen, denn die Kopftuchproblematik gab es ja vorher nicht.

 

Warum sehen so viele Bürger die Linie nicht, die hier verfolgt wird. Durch das ständige Ändern der Argumente haben wir dann Ergebnisse wie:

 

Kreuz in der deutschen Schule nein (weil einer auf sein Recht pocht, das nicht sehen zu müssen)

 

Kreuz als Glaubenszeichen nein (wegen der Gleichheit, siehe Kopftuchverbot)

 

Minarette überall ja (wegen der Gleichheit, siehe Kirchengebäude und Synagogen)

 

Es ging in der Schweiz ja nicht gegen den Glauben anderer, sondern um den Minarettbau. Das ist nicht das gleiche. Es gibt nun mal verschiedene Kulturen. Die lassen sich nicht mit Gewalt vermischen.

 

Und noch ein Wort zu den Moslems, die traurig und wütend sind über die schweizer Entscheidung:

 

1. Ihr habt doch eure Heimatländer, die sind doch groß genug

Niemand verbietet euch, in eure moslemischen Länder zu gehen

Warum gefällt es euch dort nicht?

2. Man kann nur ernten, was man gesät hat; und zwar nicht nur in der Schweiz.

Denkt deshalb mal über das Verhalten vieler (auch gottloser) Moslems nach; denn die unter euch, die ehrlich und friedlich sind, und die Weltgeschichte Gott überlassen, müssen darunter leiden.

 

Und: Dieser Artikel ist kein Hoch auf unsere Gesellschaftsordnung, die ganz sicher der falsche Weg in Gottes Augen ist! Aber da es ja angeblich keinen Gott gibt und Politiker lieber poporeiten als sich über Gottes Existenz im klaren zu werden ...

 

Tags: Schweiz, Volksabstimmung, Minarett, Minarettbau, Kreuz, Demokratie, Scheindemokraten, Kulturen, Islam, poporeiten