Nadelstich

Die Presse und das Lügen - Die Meister der Halbwahrheit

(09.08.2008) von Peter Schreiber

Wie eine dümmliche Meute kommt sie mir oft vor, die Presse. Wehe, wenn ein Wild gesichtet wird; dann geht´s aber wieder rund. Dabei spielt es gar keine Rolle, um welche Persönlichkeit es sich dabei handelt. Und es spielt auch keine Rolle, was im umstrittenen Sachverhalt die wirklichen Inhalte waren. Da werden halbe Sätze, noch nicht zuende gesprochene Zusammenhänge und Erfindungen einfach zu einem Brei vermengt und das wars dann. Schluss. Aus.

Ob das Martin Hohmann, Eva Herman oder andere Persönlichkeiten waren; das procedere ist immer das Gleiche.
Es ist, als hätten die Medienleute die falschen Pillen genommen.
Leute, wenn ich abends in den Nachrichten die Aussagen einer Übertragung aus dem Deutschen Bundestag, die ich vollständig gesehen habe, nicht wiedererkenne, weil sie oft bis zur Sinnlosigkeit verkehrt zusammengesetzt werden, dann frage ich mich langsam ob mit mir oder mit euch etwas nicht stimmt. Is doch wahr, Mann!

Was hat euch denn Wolfgang Clement getan, dass ihr euch im Kreis gedreht habt und gebetsmühlenartig wiederholtet:
"...hat indirekt dazu aufgerufen, die SPD nicht zu wählen".
Was soll denn das heißen: "indirekt dazu aufgerufen"? Gehört da nicht ein Text dazu? Und zwar nicht in indirekter Rede!
Und was ist schon "indirekt". Da könnte ja jeder das Gras wachsen hören.

Fällt euch denn nicht mehr auf, dass ihr nicht mal mehr den Vorgang erklärt? Herr Clement hat nämlich überhaupt nicht dazu aufgerufen, die SPD nicht mehr zu wählen, weder direkt noch indirekt.
Und entschuldigt hat er sich danach auch nicht, ihr Strohköppe. Für was auch (?).

Er hat etwas klargestellt. Nicht mehr und nicht weniger (da er ja garnichts gesagt hatte, wofür er sich hätte entschuldigen müssen!) Und trotzdem wurde wieder gelogen, und zwar aus allen Rohren:

Wenn er durch seine Äußerungen vor fast sechs Monaten möglicherweise die Gefühle der Parteifreunde in Hessen verletzt habe, bedauere er dies. "Es tut mir leid, wenn es zu solchen Emotionen gekommen ist.", so die Financial Times Deutschland.

Warum auch hier wieder einen Teil ohne Anführungsstriche und warum die Verkürzung? Weil das böse so Spiel weiter geht. Denn so hat es Clement auch wieder nicht gesagt. Er hat es nicht so gesagt, wie es die indirekte Rede impliziert, nämlich: "Wenn ich durch meine Äußerungen vor fast sechs Monaten möglicherweise die Gefühle der Parteifreunde in Hessen verletzt habe, bedauere ich dies",

sondern er sagte:

...soweit das der Fall ist, möchte ich dafür mein Bedauern, den Betroffenen mein Bedauern ausdrücken; das war natürlich nicht die Absicht meines Kommentars und mir täte das leid - und mir tut es leid - wenn es da zu...zu solche Emotionen, zu solchen Gefühlen gekommen ist...Ich   h a b e   nicht zur Nichtwahl aufgerufen!
Ich habe jetzt gelesen, ich hätte gesagt, ich wollte in Zukunft auch weiterhin zur Nichtwahl der SPD aufrufen. Das ist natürlich alles wirklich neben der Sache. Clements angebliche Entschuldigung

(von Clement doch nur als Klärung gedacht!).


Liebe Meute, das ist keine Entschuldigung! Oder seid ihr zu wirr in eurem Hetzwahn, das zu verstehen?

Ist das die Pressefreiheit die ihr meintet? So könnt ihr ja bald noch mehr und mit voller Wucht gegen Christen hetzen:
Spaß macht´s euch ja und Übung fehlt ganz sicher nicht...

Tags: Presse, Lügen, Martin Hohmann, Eva Herman, Wolfgang Clement,  Nadelstich, Peter Schreiber