Prisma
Die bibelpoint-Regeln
Eine Orientierung zum Rückgriff bei Erklärungen
Die bibelpoint-Regeln sind das Ergebnis eines über 25-jährigen
Reflexionsprozesses im Glauben und stellt aus christlich-biblischer Sicht
keine Neuerungen dar. Sie ist als Rückgriff zu Erklärungen und Entscheidungen unerlässlich für die bibelpoint - Homepage.
Den Sinn der bibelpoint-Regeln mag mancheiner belächeln; es wird sich aber in vielen Erklärungen zeigen, wie wertvoll es ist, Grundsätze nicht immer in Sätze zu klemmen oder als Fußnoten setzen zu
müssen bzw. nicht ständig auf eine Unzahl sich widersprechender Theologen rückgreifen zu müssen.
Besser ein eigenes gesamtes, festes und urchristliches Grundsystem als
tausend Stücke aller Arten von Lehrern und Irrlehrern, Theologen und
Laien, Denkern und Träumern...
Die bibelpoint-Regeln stellen eine klare theologische Denkbasis vor ohne dass auch nur ein Gedanke neu ist.
Einzigartig dürfte aber sein, dass durch die bibelpoint-Regeln das freimaurerische Unwesen der Groß- und Freikirchen in der Gemeinde keinen Raum mehr findet und zwar deshalb, weil sie in der
Konkretisierung solcher Aspekte einen Schritt weiter geht als die Chicago-Erklärung und andere Prioritäten setzt.
Diese Grundsätze stehen nicht zur Debatte.
Sie sind in Artikel unterteilt.
Artikel 1
Über Gottes Wesen
Gott ist das höchste intelligente Wesen. Er ist der Schöpfer aller Dinge. Er ist Person, denn er spricht. Gott trügt nicht und taktiert nicht. Gott ist gut, gerecht und barmherzig. Er erwartet von
seinen Geschöpfen das mindeste, was er erwarten kann, nämlich Hochachtung vor ihm, dem Erschaffer des Lebens. Diese drückt sich in Dankgebet und demütigem Verhalten Gott gegenüber aus.
Artikel 2
Von der Sicherheit des Glaubensweges
Wer Gott glaubt und ihm unter Berücksichtigung seines momentanen Kenntnisstandes unter Einbeziehung seines Gewissens Gehorsam leistet, kann nicht verlorengehen. Diese Aussage schließt eine Umkehrung
in der Form, dass derjenige zwingend verloren sei, der Gott zeitweise nicht gehorsam war, nicht ein. Allein entscheidend ist letztlich die von Gott zu beurteilende Chronologie der Haltung.
Artikel 3
Vom Irrtum
Irrtümer ohne Absicht führen nicht zur Verdammnis, denn Irrtümer sind integraler Bestandteil eines jeden Lebenslaufs. Interessenlosigkeit aber ist keine Entschuldigung vor Gott. Gottes Strafen inform
von Irrtümern laut 2. Thessalonicherbrief 2, 11-12 sind nicht Bestandteil dieses Artikels. Denn sie -die Strafen- sind durch absichtlich gottlose Vergangenheit und Gegenwart der Irrenden begründet,
wodurch kein einfältiger Irrtum sondern Irrtum infolge Verstockung vorliegt.
Artikel 4
Von der Bibel
Die hebräische Bibel (Das Alte Testament) ist das Wort Gottes. Die Entscheidung über den Umfang desselben treffen die jüdischen Rabbinen. Denn ihnen ist laut Römerbrief 3 Vers 2 anvertraut, was Gott
geredet hat. Die Apokryphen zählen daher nicht zur Bibel.
Das Neue Testament ist ein Geschichts- und Lehr- und Offenbarungsbuch über das Wort Gottes. Es ist absolut und in jeder Hinsicht dem Alten Testament angegliedert. Altes und Neues Testament bleiben
eine Einheit. Das Neue Testament ist vollkommen vom heiligen Geist inspiriert. Das trifft vom Grundsatz her nur auf den Urtext zu. Daher ist sind Behauptungen und Lehren im Zweifelsfall am Urtext zu
prüfen und nicht etwa ungeprüft an Übersetzungen oder Revisionen -besonders aus der Zeit nach Kaiser Konstantin- zu binden. Eine besonders vertrauensselige Bevorzugung der Lutherbibel wie auch
anderer Übersetzungen für Lehrzwecke ist abzulehnen. Für die Verbreitung der Botschaft Jesu, also des Evangeliums, sind alle marktüblichen Bibeln geeignet, weil das Evangelium zunächst nicht das
Areal der dogmatischen Theologie berührt.
Artikel 5
Vom Urtext
Die Behauptung, es gäbe keinen verlässlichen Urtext, ist von der Bibelwissenschaft widerlegt. Alle der zahlreichen Kirchenväter haben die Bibel in Schreiben so oft zitiert, dass eine Gesamtschau ein
einheitliches und recht zuverlässiges Bild ergibt. So hat allein Augustinus aus dem Alten Testament über 13000 mal und aus dem Neuen Testament über 29000 mal zitiert.
Artikel 6
Von der Existenz Satans
Satan ist der Widersacher Gottes. Er hat sich als Engel von Gott losgesagt und führt die abgefallenen Engel an. Satan glaubt, klüger zu sein als Gott und hasst eine fundierte ewige Ordnung. Er ist
geistig real existierende Person. Er ist der Vater der Lüge. Ziel Satans ist die Zerredung und Lächerlichmachung des Wortes Gottes und somit letzlich die Verwerfung der göttlichen und
unrelativierbaren Wahrheit.
Artikel 7
Über das Wesen Satans
Satan nutzt jede erdenkliche Lüge um gegen Gott und die Wahrheit zu kämpfen. Er setzt alle Kräfte in Bewegung und scheut weder Umfang noch Kosten von Maßnahmen. Viele Menschen auf Erden sind bewusst
und aus eigener Entscheidung heraus seine Diener.
Die Verlogenheit Satans und seiner Diener ist tiefgründig und komplex. Praktisches Mittel zum Lügen ist eine schier unendliche Vermengung von Wahrheit, Halbwahrheiten und direkten Unwahrheiten unter
Nutzung von Hochintelligenz und festem Zusammenhalt aller weltweit beteiligten und absolut verschwiegenen Personen. Solche Personen befinden sich nicht nur in Schlüsselpositionen von Politik und
Gesellschaft sondern auch in führenden Positionen von Kirchen und Sekten. Hier greift 2. Korinther 11,13-15 konkret.
Hauptangriffspunkt Satans sind die Gebote Gottes.
Artikel 8
Vom Wissen und Gewissen
Kein Mensch hat Glaubenswissen außer von Gott. Alle Abweichungen von Gottes Wahrheit sind gleich schwer zu werten. Kein Nichtchrist ist Gott um einen Schritt näher allein weil er sich weniger
unchristlich verhält. Daher sind alle Menschen gleichzuwerten, auch zum Beispiel radikale Randgruppen oder Terroristen, denn jeder Mensch hat eigene, ihm selbst logisch erscheinende Denkansätze. Von
diesem Artikel nicht berührt ist das Gewissen des einzelnen Menschen. Das Gewissen ist ein vorurteilendes und bindendes Zeichen Gottes im Denken des Menschen und lässt ihn die Existenz Gottes
erahnen.
Artikel 9
Vom freien und unfreien Willen
Die Lehre des Calvin vom absolut unfreien Willen aller Menschen und der trotzdem angedrohten ewigen Verdammnis für einen Teil der Menschen ist mit der Gerechtigkeit Gottes genauso unvereinbar wie der
Irrglaube, der Mensch sei ständig Herr seines Handelns. Der sogenannte unfreie Wille ist vor der Bekehrung eines Menschens als Normalzustand zu betrachten. Nach der Bekehrung zur Wahrheit und der
freiwilligen Taufe ist der freie Wille vordergründig. Gott kann den freien Willen wann immer er will verschließen. Von daher ist ein gewisser Semi-Calvinismus in dieser Frage zu akzeptieren und
durchaus biblisch.
Artikel 10
Wer ein Christ ist
Ob jemand Christ ist oder nicht, ist zunächst nicht bekenntnisabhängig. Allein die biblische Aussage des Apostel Paulus aus Römerbrief 10 Vers 9 ist Voraussetzung, Teil der universalen Gemeinde Jesu
zu sein:
Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
Andererseits führt ernsthafter Glaube notwendigerweise zu biblischen Schlussfolgerungen. Über diese wird jeder Christ je mehr Rechenschaft ablegen müssen, als er sich lehrmäßig betätigt, an
Gemeindeleitung teilhat oder in entsprechenden Gremien arbeitet.
Dieser Artikel ist nicht Aufruf zu einer Verwässerung der Schrift sondern Mahnung zur Achtung untereinander bei unterschiedlichen Ansichten.
Artikel 11
Vom Theologisieren wegen Johannes 17,3
Der Bibeltext aus dem hohepriesterlichen Gebet Jesu:
Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen...
ist keine Aufforderung zum Theologisieren zur Ermittlungen von Glaubensbekenntnissen.
Diese Lehre hat die katholische Kirche eingeführt und ist zu verwerfen.
Die Spaltung der Christenheit hat hier ihre eigentliche Wurzel, da dadurch Haare gespalten werden, die überhaupt nicht von Glaubensinteresse sind. Dadurch geriet die Christenheit unter das
streitsüchtige Joch Satans.
Dieser Artikel berührt nicht die Notwendigkeit einer gesunden urchristlichen Lehre.
Der wahre und gute Sinn von Johannes 17 Vers 3 liegt im Erkennen von Gottes gütigem Wesen in Abgrenzung zu heidnischen Ansichten über Gott und Götter; das heisst Gottes Schöpferwesen, seine Liebe zu
seinen Geschöpfen, seine alleinige Allmacht und alle guten Wesensmerkmale, die in der heiligen Schrift zu finden sind.
Artikel 12
Drei Wege der Irrlehre
Typische drei Wege eines Irrlehrers sind:
a) Ignoranz der Bibelstellen, die sein Gedankengebäude stören
Diese sture Methode ist zu vergleichen mit einer Person, die ein Kreuzworträtsel lösen soll und dabei eine mögliche Lösung waagerecht einträgt ohne abzuwarten, ob das mit senkrecht zusammenpasst. Im
Grunde glaubt dieser Irrlehrer nicht daran, dass die Aussagen der Bibel harmonisch interpretiert werden können. Häufige Gründe sind verborgene unehrliche Motive ohne Glauben. Ein echter Bibellehrer
trägt nicht gebetsmühlenartig seine Gedanken vor, sondern er erklärt klar und deutlich, was die Bibelstellen bedeuten, die von seinen Kritikern vorgetragen werden. Er darf dabei seine Lehre nicht als
Beweis dafür ansehen, Gegenargumente nicht durchdenken zu müssen. Hieran krankt ein grosser Teil christlicher Exegese.
b) Lächerlichmachen von Argumenten durch Abgleiten in Ironie und Abwertung
Diese Methode basiert auf dem einfachen Trick, die Zuhörer zu hindern, über etwas nachzudenken. Eine Begründung könnte so aufgebaut sein: "Über diese verkehrte Auffassung brauchen wir ja wohl nicht
mehr nachdenken, da wir das schon genügend getan haben und das Ergebnis feststeht." Häufige Gründe sind starke Verwurzelung in einer (Heimat-) Gemeinde von Kindheit auf. Daraus resultiert eine Art
unterbewusste Verteidigungsverpflichtung, die dadurch auch unlautere Wege geht statt die Bibel kontextlich ernstzunehmen.
c) Zitieren von Bibelstellen, die nicht (oder nicht mit dieser Intention) im Urtext stehen oder Ausfüllen mit erfundenen Inhalten
Diese Methode greift leider immer mehr um sich. Sie basiert auf dem Denken der meisten Menschen, dass Personen in wichtigen Positionen nur das beste wollen und dass man sich auf sie verlassen kann.
So gelangen durch Übersetzungen und Revisionen durch unbiblische Personenkreise immer mehr Fehler in unsere Bibeln. Auch das Ausfüllen von Bibelstellen mit Inhalten die gegen die ganze Bibel stehen
bzw. mit Inhalten, die wunschgemäß nötig sind (Eisegese), ist geläufig.
...weitere Punkte folgen
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