Prisma
Das Bilderverbot
Zur Zeit Jesu herrschte in Israel ein absolutes Bilderverbot. Dies galt nicht nur -wie oft fälschlicherweise behauptet wird- für das Anbeten oder Verehren von Bildern, sondern absolut.
Bilder hatten laut Gesetz Mose im privaten und religösen Leben nichts zu suchen.
Altisrael hatte in der Geschichte desöfteren das Gesetz zu liberal ausgelegt; als Jesus lebte, wurde das Bilderverbot radikal verstanden.
Jesus hat sich nicht einmal dagegen ausgesprochen; ganz im Gegenteil.
Denn er sagte ja deutlich in Matthäus 23:
1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern 2 und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer.
3 Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet.
Jesu Kritik richtete sich nie gegen das Gesetz, sondern gegen die oft verkehrte Gewichtung zwischen Geboten und den dazugehörigen Satzungen. Es gibt eine Reihe von Irrgeistern, die in Umlauf bringen, Jesus und die Apostel hätten etwas gegen das Gesetz gesagt. Liest man das Neue Testament genau, findet man nicht eine einzige Stelle, die das belegt; man könnte sagen: ganz im Gegenteil! Vom Gebotehalten
Jesus hat übrigens auch nicht den Sabbat aufgehoben als er sagte, des Menschensohn ist Herr über den Sabbat. Er hat lediglich klargemacht, dass alles in einer menschenfreundlichen Gewichtung zu sehen ist.
Wenn Jesus den Ruhetag hätte abschaffen wollen, brächte er ja keine Beispiele wie diese nutzen, die die Existenz des Sabbats ja als integralen Bestandteil der Erklärung beibehalten:
3 Und
Jesus fing an und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern: Ist's erlaubt, am Sabbat zu heilen oder nicht?
4 Sie aber schwiegen still. Und er fasste ihn an und heilte ihn und ließ ihn
gehen.
5 Und er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, dem sein Sohn oder sein Ochse
in den Brunnen fällt und der ihn nicht alsbald herauszieht, auch am Sabbat?
6 Und sie konnten ihm darauf keine Antwort geben.
Wenn Jesus den Sabbat abschaffen wollte, hätte er ja nicht für die Endzeit seinen Jüngern gesagt (nicht denen, die garnicht an ihn glauben; auch nicht an "die Juden", wie manche verdrehen):
Matthäus 24
20 Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter, noch am Sabbat geschehe.
Das mosaische Bilderverbot wurde von vielen Rabbinern so weit verstanden, dass sie kein römisches Geld anfassten; nicht weil ihnen das "römische" so verhasst war (das war es sekundär natürlich auch), sondern weil diese Münzen mit einem Bild geprägt waren.
Auf jüdischen Münzen waren keine Abbilder von Personen; damit dürfte sich aus historischer Sicht das israelische Geld als eines der wenigen oder gar als einzigstes der Welt erweisen, dass keine Abbilder zeigte.
Dieses Bildergeld durfte auch nicht in den Tempel, deshalb gab es die Wechselstuben; es herrschten ja zwei Währungen nebeneinander, die römische und die israelische.
Israel war ja zu der Zeit von Rom besetzt; aber den Juden wurden noch diese und jene Rechte gelassen, so auch das eigene Geld.
Viele Rabbiner fassten also römisches Geld nicht mal an und es gibt historische Belege dafür, dass es jüdische Männer gab, die noch nie im Leben ein Bild angeschaut hatten. Sie wendeten in einer solchen Situation ihren Blick ab.
Da heute sehr viel Hasstiraden gegen das Bilderverbot veröffentlicht werden, wollen wir Gott am Jüngsten Tag entscheiden lassen; hier aus dieser Seite geht es nur um eine Erklärung, nicht um Theologie.
Die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu haben das Bilderverbot aus den 10 Geboten völlig richtig interpretiert; dies steht absolut fest.
Wenn Bilder im Alten Testament eine Rolle spielten, dann nur auf Gottes ausdrückliche Weisung oder aus Eigenmächtigkeit.
Dazu später und an anderer Stelle mehr.
Wir wissen, dass sich Urchristen den Geboten verpflichtet fühlten (ganz im Gegensatz zu heute) und dass Juden und Christen im 4. Jahrhundert einen großen Abfall vom Bilderverbot hatten.
Wie aber sollten Christen das Bilderverbot leben in einer säkularen Welt.
Wenn ein Gottesstaat die Einhaltung der Gebote regelt, ist alles einfach.
Aber z.B. den Sabbat in einer Umwelt zu halten, wo alle Mensche toben, stampfen, hämmern, bohren, kreischen und feiern ist auch nicht leicht und auch nicht oft sinnvoll.
Aber diese Ordnungen werden wiederhergestellt werden, denn sie sind ewig.
Das Bilderverbot ohne staatlichen Schutz durch mosaische Schriftgelehrte ist für Christen und Juden ein unendlich mühsames Unterfangen. Die konsequente Ablehnung aller Bilder ist in einem säkularen Umfeld nicht durchzusetzen, außer man nennt das dann Verfolgung und zieht in den Wald.
Vielleicht sollen Christen dies tun?
Wie die Bibel zeigt, sollen die Christen der ganzen Welt sich gegenseitig finanziell unterstützen und auch zu anderen Menschen gütig sein und Almosen geben.
Dieser Auftrag setzt den Besitz von Geld voraus. Darauf sind in fast allen Ländern der Erde schon immer Bilder gewesen.
Daraus folgt, dass Gott den Christen die absolute Beachtung des Bilderverbotes für diese Zeit erlässt.
Wir wissen aber auch definitiv, dass Gemälde in christlichen Räumen nicht geduldet wurden und im Konfliktfall mit Farbe übertüncht wurden.
Ein Bilderchristentum nach der Art "Malereien in den Katakomben" hat es nie gegeben; dies sind historische Zurechtbiegungen von katholischen Gelehrten. Die katholische Kirchen hatte übrigens im Schutz des Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert die Bilder völlig in die Kirche eingeschleppt.
Sogar die Apostel waren laut Bibel unterwegs und hatten nichtjüdisches Geld in ihren Taschen. Also trugen sie Bilder mit sich.
Ein Beispiel von Paulus 1.Kor 16,1-4
Was aber die Geldsammlung für die Heiligen betrifft: wie ich es für die Gemeinden von Galatien angeordnet habe, so sollt auch ihr es tun! Am ersten der Woche soll jeder von euch bei sich zurücklegen und ansammeln, so viel er erübrigen kann, damit nicht die Geldsammlungen dann erfolgen, wenn ich komme. Wenn ich aber gekommen bin, werde ich diejenigen, die ihr für geeignet haltet, mit Briefen entsenden, damit sie eure Liebesgaben nach Jerusalem bringen. Wenn es aber wert ist, dass auch ich hinreise, sollen sie mit mir reisen.
Es ist nicht immer nur wichtig, was wo im Alten Testament steht, sondern was Gott für einen Plan hat.
Denken wir an Davids Volkszählung. Eine Volkszählung ist in Gottes Augen ein Grauen und David musste die Konsequenzen für sein Handeln tragen.
Als die Römer in Israel eine Volkszählung anordneten, gingen alle hin, auch Josef und Maria.
Die Begriffe "Wahrheit" und "Gebote" lassen sich in einer glaubensfeindlichen Umwelt nicht so einfach einordnen.
Die Frage ist eben immer, wo die Grenzen zu ziehen sind.
Christen sind nicht frei vom Gebotehalten und Gehorsam gegenüber Gottes Wort; gerettet aber sind sie allein aus Glauben!
Dieser Glauben ist aber nicht als ein reines Wissen zu verstehen (Satan weiß auch ...), sondern als Prozess des Lernens und Gehorsams. "Glauben" als ein "um Jesus wissen" und sogar "verstanden haben" rettet nicht vor dem Gericht Gottes.
Es ist absolut sicher, dass ein Staat, der von den Schriftgelehrte geleitet würde, die zur Zeit Jesu lebten, kein Geld mit Bildern haben würde. Die Bibel sagt:
Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; ... Mat 23,1ff
Also Jesus sagte das zu dem Volk und seinen Jüngern! "...was sie euch sagen, das tut"! Später hat die katholische Kirche Todesstrafen verhängt, wenn Christen mit jüdischen Schriftgelehrten etwas besprechen wollten...
Diesen Staat gibt es nicht mehr. Christen sind in aller Welt tätig, dorthin sind sie ja berufen und das Beispiel des Geldbesitzes, auch durch Arbeit, des Almosengebens und Steuerzahlens (wenn keine Verfolgung herrscht) zeigt, dass Gott seine Forderungen auf andere Punkte legt.
Juden können sich darauf nicht berufen. Sie glauben nicht an Jesus und fühlen sich nur Mose verpflichtet oder sind ungläubig geworden.
Einen Personalausweis mit Lichtbild kann und darf es im mosaischen Sinne nicht geben. Ich glaube, dass die Juden in die schlimme Verfolgung kamen, weil sie ihre göttlichen Gesetze völlig vergessen hatten und die von Hitler erstmals eingeführte Lichtbildpflicht annahmen. (Eine Lichtbildpflicht gab es vorher nur Testweise für Reisepässe oder für fahrende Zigeuner.) Als alle Juden dem Bilderzwang folgten, kamen sie in die Mühlen der Gottesstrafen.
Übrigens hatte Hitler das altrömische "Einwohnermeldeamt" wieder zum Leben erweckt, mit dessen Hilfe alle Menschen erfasst wurden um zu verhindern, dass einzelne Personen das kaiserliche Götteropfer ungestraft ablehnen. Diese Personen wurden nämlich vom hochmütigen satanisch-inspirierten Staat gefoltert und hingerichtet;
Vor Hitler gab es zwar hier und da Personalausweise bei Firmen (deshalb "Personal"), aber staatsbürgerliche Pflicht waren die nicht.
Auch die Kennkarte ab 1938 war nur für Juden Pflicht.
Nach dem Krieg wurde das Einwohnermeldeamt und Hitlers Ausweisgesetz (Kennkarte) einfach beibehalten. So bewegten wir uns Schritt für Schritt wieder in Richtung Kontrollstaat. Personenausweise als Pflicht kannten die Staaten vorher nicht; Deutschland betätigte sich wie üblich immer als Vorreiter in diesen Fragen!
Bliebe zu wünschen, dass das Bilderverbot wenigstens im religiösen Bereich beachtet würde; aber leider sind die meisten Gemeinden mithilfe ihrer liberalen und nichtexegetischen Theologie davon meilenweit entfernt. Ein harter Schlag ins Gesicht der Märtyrer vor der Katholischen Kirche (denn erst die Katholische Kirche hatte ja seit ihrer Formierung unter Hilfestellung des römischen Kaisers Konstantin im 4. Jahrhundert die Bilder in die Kirche eingeschleppt).
Nur, was wollen wir erwarten in der Zeit des Abfalls; wo die meisten Christen in Deutschland sogar schon an die Evolutionstheorie glauben...
Wir Christen sollten niemals glauben, dass die Gebote des Mose "abgeschafft" sind, sondern einiges ist lediglich für eine Zeit in den Hintergrund getreten.
Zu der Zeit, wenn Satan von allen Menschen verlangt, sich den RFID-Chip in die rechte Hand oder die Stirn implantieren zu lassen, wird sich Spreu von Weizen trennen; Offb 13,16-17 in Verbindung mit den Warnungen wie zum Beispiel Offb 19,20.
Peter Schreiber
Tags: Bilderverbot, Urchristen, Lichtbild, Bilder, Geld, Personalausweis, Gebote, Mose, RFID-Chip, Katakomben, katholisch, Todesstrafe


